Star Trek in der Medizin

Laut Meldung im Januar unter heise.de wurde nun anscheinend ein Gerät entwickelt, das bei der Langzeitmessung von Alltagsstress eingesetzt werden soll. Es soll aber auch die nicht-invasive Überwachung von Vitalfunktionen im Alltag zur Früherkennung von Krankheiten ermöglichen. Benannt hat der forschende Arzt Dr. Reza Naima das Gerät nach Star Trek: Berkeley Tricorder. Der Name wurde analog zum Tricorder der US-Fernsehserie Star Trek gewählt, weil dort die Enterprise-Besatzung einen solchen Recorder für Diagnosen und biologische Messungen verwendet hat.

Das Gerät kann auch als Monitor eingesetzt werden und so beispielsweise Elektrokardiogramme messen oder auch Elektromyografie-Messungen der elektrischen Muskelaktivitäten vornehmen. Die Atmung soll über ein Bioimpedanz-Spektrometer überwacht und die arterielle Sauerstoffsättigung über ein Pulsoximeter bestimmt werden. Außerdem ist ein Beschleunigungssensor enthalten, der die Bewegungen des Patienten überwachen soll. Die Daten können über Bluetooth auf andere Geräte übertragen oder mithilfe einer SD-Karte direkt auf dem Gerät abgespeichert werden.

Bei den Diskussionen zu dieser Meldung werden eher Zweifel an einer Praxistauglichkeit des Gerätes angemeldet. Zum einen wird angeführt, dass dieser medizinische Tricorder nicht das kann, was der Namenspate aus dem Film beherrscht und dass die Benennung nach dem Gerät aus der Science Fiction-Serie irreführend sei. Es wird eher als Spielzeug und nicht als medizinisches Gerät angesehen. Zum anderen muss sich die Genauigkeit des Gerätes erst in der Realität und Praxis beweisen. Auf YouTube gibt esein Video dazu.

Also wieder ein Gerät gleich zu Beginn des neuen Jahres, das von Patienten zuhause eingesetzt werden soll, das zu einer Vereinfachung im Alltag führen und die Diagnose und Behandlung unterstützen soll. Und dazu noch mit einem interessanten Namen.

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